Weinnase: Geschichten aus Tunesien 2007-2008

1. Brief aus Afrika

13.12.2007

Bon Jour, mon Belle!

So kaputt wie ich -wir- gestern nach Flugverspätung und Tour durch den SAHEL ankamen, gabs nur noch einen Wein >Grand Magon< und leichtes Abendessen, einen kleinen Orientierungsspaziergang und um 22:00 Uhr wars "Licht aus"!

Es war die strahlende Sonne, die uns vom Meer bei Hammamet-Nord, weckte. Mitten in einem orientalisch anmutenden Garten liegt unser Haus. Ruhig, sehr sauber und gepflegt hat es den leicht morbiden Charme einer prächtigen "CASINO-ROYALE"-Vergangenheit. Die Kur-Einrichtungen können wir fußläufig erreichen. Ums Haus sind einige morderne Cafés und kl. Restaurants, Taxis kurven und bunte Vögel zwitschern hier, direkt am Meer.
Bis "nach Karneval" ist's noch weit hin und uns steht der Sinn auf Entspannung, RUHE und umfassender "Körperpflege". Erst nach den Feiertagen, hier im Orient beginnt am 16. Dez. das "Große Opferfest", mit rituellen Schlachtungen und vielen, fröhlichen Feiern. Weihnachten und Sylvester wird hier auch gefeiert und wir werden uns mal umsehen, wo und wie wir was mitfeiern - oder besser nicht!

Nach meinem Geburtstag, so haben wir's geplant, wollen wir dann -zunächst mit Bahn und Bus- los in den Süden. Die Nähe (ca. 75 km zu Tunis und Carthago) den Ausgrabungs- und Museums-Stätten verlockt mich, wie der WEINANBAU in unserer Nähe auf >CAP BON< doch sehr zu Tagesreisen und dies zu besonders "kleinen Preisen".

Die wärmende Sonne scheint mir auf den kränkelnden Rücken und tut gut. Mit bis zu 18 C wird die Morgenkühle von 6/8 C schnell vertrieben. Gelegentlich solls auch kl. Regenschauer geben, was die Fülle der Blüten im Park und den Gärten mir erklärt. Es ist uns, als wenns ein prächtiges, duftendes und bunt-blühendes Frühjahr am (Mittel-)Meer wär.
Mein "eingerostetes" Gelegenheits-Französisch brauche ich wenig: Man spricht >hier< i.d.R. auch deutsch oder englisch, aber -Gott-sei-Dank-, kein flämisch. Und so kann ich mir mit meinem Gebrabbele allzu Neugierige und Aufdringliche fern- und auf abstand halten. Den bei FLÄMISCH passen die wieseligen Tinesier und geben Ruhe. Ansosnten sind sie sehr höflich - auch fruendlich, aber eher, dem Touri gegenüber, leicht "reserviert" und aufs Geschäfte- und Tirnkgeld machen versiert! Stört uns aber nicht wirkkllich; bombay war da 100 x lästiger und nerviger.

Ist das Dattel-Paket schon eingetroffen? Ich tus mal für die Zeit vor Weihnachten hoffen und datt du diese frische Ernte selbst genießen und verteilen kannst. Zum gestrigen -leckeren- Abendessen haben wir frische Datteln schon -neben Granatapfelkernen, Mandelkuchen und Eis, probiert.

Grüße an alle Lieben und von uns aus dem sonnigen, warmen Maghreb, alles Gute zu den Festtagen und... "bis nach Aschermittwoch"!

CpS


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